Adventskalender zum 13. Dezember: Er hat allen Glanz verlassen, der ihn von den Menschen trennt

Wie geht es Ihnen heute? Finden Sie, dass Sie gut aussehen? Ich hoffe das. Denn es wäre ja blöd, wenn Ihnen der Blick in den Spiegel den Tag vermiesen würde. Also – gelassen bleiben! Man kann ja nicht jeden Tag glänzen…

So ging es Gott auch. Der Blick in den Spiegel zeigte ihm zwar immer wieder seine makellose Schönheit, aber das war ihm auf Dauer zu langweilig. Es kann mitunter sehr einsam unter den Makellosen sein. Er wollte Gemeinschaft – und er wollte sie mit uns Menschen. Deswegen, so dichtet Gerhard Valentin in seinem Lied „Lobt den Herrn“, hat Gott seinen Glanz verlassen, der ihn von den Menschen trennt. „Er geht jetzt durch unsre Straßen, wartet, dass man ihn erkennt“, so lautet die zweite Zeile dieser Strophe.

Gott in jedem Menschen auf der Straße erkennen? So ganz ohne Glanz? Es fällt mir manchmal schwer. Aber dann denke ich: Wo soll er denn sonst sein, wenn nicht mitten unter uns? Und mir tut es gut, dass ich heute nicht Prunk und Glanz, sondern auch Not und Elend mit Gott in Verbindung bringen kann.

(EG 538,2 – Gerhard Valentin)
Detlef Albrecht

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