Adventskalender zum 5. Dezember: Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

Manchmal ist einem einfach nur zum Heulen zumute. Da hat wieder mal was nicht geklappt. Da bin ich wieder nicht gesehen worden. Oder mir ist schon wieder etwas nicht gelungen. Es ist zum Jammern! Und was persönlich manchmal echt schwer zu tragen ist, das bekommt im Blick auf ganze Länder oder Landstriche noch eine andere Dimension. Was es an Leid in der Welt gibt – unermesslich. Man kann sich kaum angemessen mit solchen Fragen beschäftigen, ohne in eine Depression zu verfallen. Wenn es so schlecht um die Lebensumstände bestellt ist, wer soll und wer kann dann noch helfen?

Deshalb verstehe ich diese Worte nur zu gut. Was heißt hier Worte – es ist ein Hilfeschrei, verpackt in eine wohlkomponierte Liedstrophe.

Ja, manchmal bleibt einem der Gesang im Halse stecken, wenn man sich vor Augen führt, wie viel Jammer und Elend es so gibt. Und deshalb ist diese Liedstrophe nichts anderes als ein großer, großer Hilferuf. Und der Trost steckt darin, dass Gott am anderen Ende der Leitung sitzt. Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?

(EG 7,4 – Friedrich Spee)
Detlef Albrecht

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