Adventskalender zum 7. Dezember: Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an

Wem fühlen sich eigentlich die verpflichtet, die die Macht haben? Kaiser und Könige aus Gottes Gnaden gibt es heute nicht mehr, dafür sind demokratisch gewählte Regierende an ihre Stelle getreten. Aber auch sie müssen sich verantworten – vor denen, die sie gewählt haben. Und müssen darüber Rechenschaft ablegen, was sie mit der Macht getan haben, die man ihnen anvertraut hat. Aber – am Ende ist es immer noch Macht und ihre Durchsetzung.

Jesus zeigt sich da von einer anderen Seite. Als „König der Juden“ wird er bezeichnet, doch er wirkt so gar nicht königlich. Sein Einzug in Jerusalem ist legendär – auf einem Esel statt auf einer Sänfte. Da gibt es keine Zeichen von Macht, sondern von Niedrigkeit. So kann man wohl annehmen, dass jemand, der selber keine Macht für sich einfordert, sich stattdessen um das Wohl der Menschen kümmert. So dass er Gerechtigkeit und Frieden mit sich bringt.

Ist das wahr geworden in dieser Welt? Sicherlich noch nicht ganz. Aber ich weiß, dass es keinen anderen Weg zum Frieden und zur Gerechtigkeit gibt. Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an!

(EG 9,4 – Michael Schirmer)
Detlef Albrecht

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