Andreas um 6

Kanzelreden


19.4.2009: Jürgen Gansäuer
Thema: "Politik aus christlicher Verantwortung"

"Wir wollen gemeinsam über das nachdenken, was wir heute „Krise“ nennen. Sie scheint uns zu beherrschen: In der Familie, im Freundeskreis und auf der Strasse ist sie das vorherrschende Thema. In den Wirtschaftsteilen der Tageszeitungen ist die Rangfolge klar: Abwrackprämie, Konjunkturprogramm, Kurzarbeit, Insolvenz und Arbeitsplatzabbau, sowie noch manch anderer Begriff feiert einen geradezu medialen Höhenflug. Und die Ursache für diese schlimmen Verwerfungen sind im Kern die alten Schwächen des Menschen: Gier, Habsucht, Egoismus und Gewissenlosigkeit. Sie sind in der Geschichte ..." Komplette Rede zum Download (PDF)

1.6.2008:H.H. Scholz
Thema: "Ein Beamter und sein Gewissen"

"Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Andreas-Kirche ist seit dem 14. Jahrhundert die "Bürgerkirche" der Stadt Hildesheim. Nach ihrer Zerstörung im März 1945 dauerte es 20 Jahre bis in der Andreas-Kirche wieder Gottesdienste gefeiert werden konnten. Mit ihrem mächtigen Kirchturm, dem höchsten in Niedersachsen, prägt und bestimmt sie heutzutage von weither sichtbar die Silhouette dieser Stadt. Ich empfinde es als eine große Ehre, von der Kanzel dieser Kirche zu Ihnen sprechen zu dürfen und ich danke Herrn Superintendenten Aßmann und Frau Pastorin Gärtner, dass sie mir diese Kanzelrede angetragen haben. Doch nun zur Sache: In der eben vernommenen ..." Komplette Rede zum Download (PDF)

4.5.2008: Peter Krug
Thema: "Was sollen denn wir tun?"

"Liebe Gemeinde und werte Gäste! „Was sollen denn wir tun?“ Auf diese biblische Frage will ich als evangelischer Militärbischof in einem Dreischritt zu antworten versuchen. Zur Einleitung Es sind Soldaten und Seelsorger am Standort und im Auslandseinsatz, die immer wieder in einer Gemengelage von grundlegenden Gesichtspunkten und situativer Betroffenheit nach dem Tun und Lassen fragen in einer Welt, die nicht mehr durch die farblichen Gegensätze von schwarz und weiß beschrieben werden kann. General Dr. Wittmann, der in der Kammer für Öffentliche Verantwortung an der Denkschrift des Rates der EKD mit dem Titel „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ mitgearbeitet hat, beschrieb vor kurzem ..." Komplette Rede zum Download (PDF)

6.4.2008: Klaus-Michael Machens
Thema: "Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut ..."

"Liebe Mitglieder der St. Andreas Gemeinde, liebe Besucher des heutigen Sonntagabendgottesdienstes, sehr geehrte Frau Pastorin Gärtner, Bevor ich mich dem Thema meiner Kanzelrede zuwende, möchte ich mich zunächst sehr herzlich bedanken, dass Sie mir heute für einige Minuten ihre Kanzel anvertrauen und mir damit eine einzigartige Perspektive eröffnen. Es ist schon etwas Besonderes für jemanden der in dieser Stadt zu Hause ist auf der Kanzel dieser bedeutenden Kirche zu stehen. Zumal wenn er katholischen Glaubens ist. Ich muss mir jetzt verkneifen, das Thema zu wechseln und für mehr Ökumene zu plädieren. Also sage ich nur meinen Respekt und meine Begeisterung für diese christliche Offenheit. Natürlich habe ich mich gefragt, weshalb Sie, Frau Pastorin Gärtner, gerade mich für die heutige Rede engagiert haben. Die Antwort habe ich in den Annalen des Hannoverschen Zoos gefunden: Hermann Schläger, der 1860 mit einer Rede vor der Naturhistorischen Gesellschaft in Hannover die Initiative für den dann 1865 gegründeten Zoo ..." Komplette Rede zum Download (PDF)

4.2.2008: Dr. Konrad Deufel
Thema: "Ich bin so froh, dass ich nicht evangelisch bin!"

"Meine Schwestern und Brüder, sehr geehrte Damen und Herren! Ich wage es, ich wage es, heute – mitten in der närrischen Zeit, am Fastnachtssonntag – eine Kanzelrede über ein Thema zu halten , das zugleich heiter und ernst, vordergründig und hintergründig, anregend und aufregend behandelt werden kann. Wohlgemerkt, der Titel stammt nicht von mir und auch nicht aus dem Evangelischen Pfarramt St. Andreas. Es ist ein Karnevalslied, Sie haben es gerade eben gehört. So also bin ich zum Thema meiner Kanzelrede gekommen. Richtig ist , dass Fasnacht, Karneval, Fasching ganz eng mit katholischen Traditionen und katholischem Lebensgefühl verbunden ist, vor allem aber aus der Spannung zwischen Narretei und Fastenzeit lebt. In der Gegenreformation übrigens ist die Narretei ..." Komplette Rede zum Download (PDF)

15.07.2007: Prof. Ragna Schirmer
Thema: "Die geheime Religion der Noten"

17.06.2007: Uwe Ippensen
Thema: "Freiheit und Ordnung – Wieviel Polizei braucht die Stadt?"

"Als Superintendent Aßmann mich vor einiger Zeit fragte, ob ich bereit wäre, über das Thema „Freiheit und Ordnung“ zu sprechen, habe ich spontan zugesagt. Freiheit und Ordnung sind Begriffe mit denen sich gerade ein Polizeibeamter in seinem Berufsleben häufig auseinandersetzen muss. Handelt es sich doch um Grundwerte, ohne die unser Zusammenleben nicht denkbar wäre. Die Bedeutung dieser Werte für den Einzelnen und für unseren Staat ..." Komplette Rede zum Download (PDF)

20.05.2007: Prof. i.R. Dr. phil. habil. Manfred Overesch
Thema: "Die Kirchen in Hildesheim – Botschafter des Himmels und der Stadt"

"Ich bin Westfale. Frühe Jahre meines Lebens verbrachte ich in Münster. Wir sagten damals von der Stadt: „In Münster regnet es oder es läuten die Glocken; wenn beides zusammenkommt, ist Sonntag.“ Der Spruch ist nicht sonderlich originell, aber er verweist auf konkrete Erfahrungen des alltäglichen Lebens. Münster hatte damals 36 Kirchen, irgendwo und irgendwann läuteten immer Glocken. Als ich vor 25 Jahren mit meiner Familie nach Hildesheim kam, schien es uns hier nicht unvergleichlich zu sein. Wir erwarben ein Haus auf ..." Komplette Rede zum Download (PDF)


29.04.2007: Prof. Dr. med. Karl Friedrich Bürrig
Thema: "Das letzte Hemd hat keine Taschen "

"Meine Damen und Herren, Herr Superintendent Aßmann, liebe Besucherinnen und Besucher dieses Gottesdienstes. "Das letzte Hemd hat keine Taschen", ich sage das gelegentlich, und so bin ich auch zu diesem Thema der Kanzelrede gekommen. Dazu zählt aber sicher auch, dass man gedacht hat: Ostern und Sterben - Sterben und Tod - Tod und Pathologie, das hängt irgendwie zusammen. Daran ist ja auch etwas Richtiges. Aber muss man Pathologe sein, um etwas zu diesem Satz zu sagen? Sicher nicht, dieser Satz ist älter als die Fachdisziplin Pathologie, deren erster Lehr-stuhl erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts begründet wurde. Womit hängt es zusammen, daß ..." Komplette Rede zum Download (PDF)

25.03.2007: Axel Kressmann
Thema: "Wie macht man Menschen glücklich?"

18.02.2007: Dr. Katja Lembke
Thema: "Stammt Gott aus Ägypten?"

21.01.2007: Dr. h.c. Lore Auerbach
Thema: "...böse Menschen haben keine Lieder?"

Halleluja! Lobet Gott in seinem Heiligtum, lobet ihn in der Feste seiner Macht!
Lobet ihn für seine Taten, lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit!
Lobet ihn mit Posaunen, lobet ihn mit Psalter und Harfen!
Lobet ihn mit Pauken und Reigen, lobet ihn mit Saiten und Pfeifen!
Lobet ihn mit hellen Zimbeln, lobet ihn mit klingenden Zimbeln!
Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! Halleluja!
So jubelt David im 150. Psalm. Unzählige Komponisten haben diesen Text als Chorwerk komponiert. David zählt Instrumente auf, die wir mit festlicher Freude verbinden – denken wir nur an den Beginn der Eröffnungskantate von Bachs Weihnachtsoratorium „Jauchzet, frohlocket“, mit Trompeten und Pauken. Aber David erwähnt die Stimme, das Singen nicht. Vielleicht, weil ihm das Singen so selbstverständlich war? Im vorangehenden, dem 149. Psalm, heißt es im ersten Vers: Singet dem Herrn ein neues Lied. Die nach meiner Ansicht schönste Vertonung dieses Textes ist eine Motette, ebenfalls von Johann Sebastian Bach. Georg Philip Telemann, den wir Hildesheimer gerne zu den ... " Komplette Rede zum Download (PDF)

10.12.2006: Kurt Machens
Thema: "...Suchet der Stadt Bestes..."

"Liebe Mitglieder der St. Andreas-Gemeinde, sehr geehrte Pastorin Gärtner, liebe Besucher des heutigen Abendgottesdienstes, ich habe mich sehr gefreut, als Sie vor einiger Zeit mit der Bitte zu mir gekommen sind, gemeinsam mit Ihnen einen Gottesdienst zu gestalten, im Rahmen des Projektes „Andreas um 6“ hier eine Kanzelrede zu halten. Es ist für mich ja nicht selten, zu verschiedenen Anlässen eine Rede oder ein Grußwort zu sprechen. Warum also, habe ich mir gesagt, nicht auch einmal eine Kanzelrede? Außerdem predige ich so häufig taube Ohren, warum soll ich nicht mal einmal vor Leuten predigen, die für mich ein offenes Ohr haben??? Die "Kanzelrede", sagt die Definition, ist eine Sprachform, die zwischen der Predigt und dem Vortrag anzusiedeln ist. Sie legt einen biblischen Text aus und wird hier von der Kanzel aus gehalten. Wir haben gerade die Worte aus dem Buch des Propheten Jeremia, Vers 7 im 29. Kapitel gehört: „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn; denn wenn´s ihr wohlgeht, so geht´s auch euch wohl.“ Dieses Zitat aus der hebräischen Bibel ist 2600 Jahre alt. Jeremia schreibt den ..." Komplette Rede zum Download (PDF)

10.09.2006: Brigitte Pothmer, MdB
Thema: "Macht Euch die Erde Untertan"

"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Nachbarn, Freunde, liebe Kirchengemeinde, sehr geehrter Pastor Heinke, ich habe mich über die Einladung, heute in Ihrer Kirche zu sprechen, sehr gefreut. Aus zweierlei Gründen. Erstens. Mich hat die Kirche besonders immer dann neugierig gemacht, wenn sie sich auch mit gesellschaftlich strittigen Fragen auseinandergesetzt hat. Ich glaube das geht vielen so. Und zweitens. Ich finde, Ihr Textvorschlag ist ein gutes Stichwort für mich. Als Politikerin - zumal als grüne Politikerin - kann ich damit ein Thema ansprechen, das uns gerade in den letzten Jahren und Monaten im Alltag, im Parlament genauso wie in der Kirche, auf der Straße genauso wie in der Schule immer wieder zur Auseinandersetzung herausfordert. Vers 28 der Genesis (Schöpfungsgeschichte) "Macht Euch die Erde untertan" Wissen Sie, wie viel Einträge angezeigt werden, wenn Sie mit einer Suchmaschine im Internet dieses Bibelzitat aufrufen? Es sind fast 100.000! Wir haben es also ohne Zweifel mit einer starken Aussage zu tun. Vor allem weil sie provoziert und polarisiert. Manche behaupten sogar, dass es nur wenige Sätze in der Bibel gibt, die inzwischen so angefeindet und abgelehnt werden wie dieser. "Macht Euch die Erde untertan": Oberflächlich betrachtet könnte man heute wohl feststellen: Auftrag ausgeführt, lieber Gott. Und zwar gründlich. Wir Menschen haben ..."    Komplette Rede zum Download (PDF)

02.07.2006: Karl-Helge Hupka
Thema: "Wie viel Rechtsempfinden braucht der Mensch?"

28.05.2006: Eckart von Klaeden, MdB
Thema: "Was glauben die Politiker"

07.05.2006: Prof. Dr. W.-U. Friedrich
Thema: "Verantwortung in der Mediengesellschaft"

"Sie haben mich eingeladen, über ein Thema meiner Wahl zu sprechen, und dafür sage ich herzlichen Dank. Was mich umtreibt, ist die Art und Weise, wie wir mit den notwendigen Veränderungen in unserem Land umgehen, wie zögerlich wir notwendige Reformen ergreifen, wie viel Zaudern, Ablenken und Taktieren unser Handeln kennzeichnet. Kurz: Ich meine, dass zu viele Deutsche sich in zu geringem Maße ihrer Verantwortung stellen. Ich meine weiter, dass die Gesetze der modernen Medienwelt es uns erschweren, Verantwortung zu übernehmen und uns öffentlich dazu zu bekennen. Und ich meine drittens, dass die moderne Medienwelt den Blick auf das Wesentliche behindert und damit zur Orientierungslosigkeit beiträgt, dass die Medienwelt von verantwortlichem Handeln ablenkt und tendenziell zur Spaßgesellschaft verführt, die übersieht, dass ohne den notwendigen Ernst weder Individuen noch ... " Komplette Rede zum Download (PDF)

 

 

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