Porträts
Dr. h.c. Lore Auerbach
geboren am 5.8.1933 in Amsterdam. Schulbesuch in den Niederlanden, England und ab Oktober 1946 in Deutschland. 1951 Abitur in Hannover, anschließend Studium an der Pädagogischen Hochschule in Hannover. Nach Anstellung als Junglehrerin in Hannover-Linden 1955 zweites Staatsexamen für das Lehramt an Volksschulen. Danach Zweitstudium an dem Vorgängerinstitut der Hochschule für Musik und Theater Hannover mit den Abschlüssen als Realschullehrerin (Musik und Englisch) und Staatlichen Musiklehrerprüfungen mit den Schwerpunkten elementare Musikerziehung und Chorleitung. Instrumentales Hauptfach Blockflöte. Ab 1959 Lehrerin an der Jugendmusikschule in Hannover, 1962-1969 Gründungsleiterin der Musikschule Hildesheim, 1969 bis 1986 Lehrerin an der Fachschule (und 1969 bis 1971 an der angeschlossenen Höheren Fachschule) für Sozialpädagogik. Ab 1976 mit der Wahrnehmung der Aufgaben einer Schulleiterstellvertreterin beauftragt. 1986 bis 1994 Mitglied des Niedersächsischen Landtages mit Schwerpunkt Wissenschaft und Kultur sowie Medien. Berufsbegleitend 1971 bis 1974 tiefenpsychologische Fortbildung bei der Deutschen Gesellschaft für Individualpsychologie. 1979 bis 1981 berufsbegleitend Drittstudium der Kulturpädagogik an der Hochschule Hildesheim mit Abschluss Diplom-Kulturpädagogin. 1956 bis 1999 Dozentin in Fortbildungskursen für Lehrer, Musikschullehrer und Kindergärtner/innen bei unterschiedlichen Trägern. 1965 bis 1970 Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater für Didaktik der musikalischen Grundausbildung, allgemeine Unterrichtslehre und die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Lehrversuche der Studierenden. (mehr Infos auf den Seiten der Universität Hildesheim)
Dr. Konrad Deufel
Dr. Konrad Deufel wurde im März 1947 in Konstanz geboren. Von Haus aus kirchlich sozia-lisiert wurde er früh in der katholischen Kirche aktiv: Nämlich als Ministrant seiner Pfarrge-meinde. 1966 absolvierte er das Abitur und begann mit dem Berufswunsch „Pfarrer“ das Stu-dium der katholischen Theologie, das er zunächst mit dem Examen und im Jahr 1975 dann auch mit der Promotion abschloss. Als politisch Interessierter begann er parallel dazu ein Stu-dium der Jurisprudenz und absolvierte 1978 das 1. Juristische Staatsexamen. Die zehn darauf folgenden Jahre war als Geschäftsführer des Caritas-Verbandes in Freiburg tätig, daran schlossen sich fünf Jahre als Sozialdezernent in Hannover an. 1994 wurde Dr. Konrad Deufel Oberstadtdirektor in Hildesheim. Am 31. Januar 2006 schied er aus diesem Amt aus und bie-tet seither sozialen Einrichtungen und Kommunen seine Unterstützung an. Ökumene war Dr. Konrad Deufel immer wichtig. Den Gang auf die Kanzel von St. Andreas versteht er als seinen ganz eigenen Beitrag zu diesem Thema.
Prof. Dr. med. Karl Friedrich Bürrig
Pathologe am Institut für Pathologie, Hildesheim.
Landesvorsitzender des Berufsverbands Deutscher Pathologen e.V. Niedersachsen.
Gutachter der Deutschen Krebsgesellschaft
Werdegang:1971 Reifeprüfung, 1980 Ärztliche Prüfung, 1981 Promotion zum Dr. med., 1985 Jühling-Preis der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 1988 Facharzt für Pathologie, 1988 Edens-Preis der Universität Düsseldorf , 1989 Habilitation und venia legendi für das Fach Allgemeine und Spezielle Pathologische Anatomie, 1990 Forschungspreis Nordrhein-Westfalen (Bennigsen-Förder-Preis) , 1991 Leitender Arzt des Instituts für Pathologie, Städtisches Krankenhaus GmbH, Hildesheim, 1994 apl. Professur Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, 1995 apl. Professur Medizinische Hochschule Hannover, 2000 Anerkennung Weiterbildung im Gebiet Molekularpathologie, 2003 Anerkennung Zusatzbezeichnung Qualitätsmanagement, Geschäftsführer Institut für Pathologie Hildesheim.
Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich
Präsident der Stiftung Universität Hildesheim. Ein Niedersachse, geb. 17.7.1953 in Hannover, dort auch zur Schule gegangen. Studium der Geschichte, Politikwissenschaften und Slawistik in Göttingen, Sofia und Istanbul. Habilitiert in Hildesheim. Lehrbeauftragungen in Hildesheim, Göttingen, Arizona, Hannover und Greifswald. Angehöriger vieler Gesellschaften und Verbände. Liebhaber Italiens, insbesondere Venedigs. Ein rechter Schöngeist mit kulinarischen Fertigkeiten. Thema seiner Kanzelrede: „Verantwortung in der Mediengesellschaft“ auf dem Hintergrund der biblischen Botschaft.
(mehr Infos auf den Seiten der Universität Hildesheim)
Karl-Helge Hupka
Karl-Helge Hupka - Präsident des Landgerichts Hildesheim - wurde 1949 in Augsburg geboren. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Nach dem Studium der Jurisprudenz wurde er Richter am Landgericht Stuttgart, danach war er im Bundesjustizministerium in Bonn als Referent für Familienrecht tätig. Von 1980 bis 1990 arbeitete er als Richter am Landgericht Hildesheim, von 1990 bis 2000 war er als Direktor am Amtsgericht Giffhorn tätig. Seit 2000 ist er Präsident des Landgerichts Hildesheim.
Kirchlich aktiv ist Karl-Helge Hupka seit seinem zwanzigsten Lebensjahr: Neben dem Studium der Jurisprudenz in Tübingen war er zugleich Gasthörer der theologischen Fakultät. Außerdem war er aktives Mitglied in der Studentenmission Deutschlands und in der ihr angegliederten Akademikergemeinschaft Deutschlands. In diesem Zusammenhang war er in der Juristenarbeit tätig und beschäftigte sich mit juristischen Themen im Spiegel des christlichen Glaubens.
Uwe Ippensen
Uwe Ippensen wurde 1959 geboren. Er ist verheiratet und hat einen Sohn. 1978 trat er in den Polizeidienst ein und wurde Polizeiwachtmeister auf dem 1. Polizeirevier in Hannover. 1983 stieg er in den gehobenen Dienst auf und wurde Polizeikommissar und Dienstabteilungsleiter in Rotenburg an der Wümme. Von 1985 bis 1987 arbeitete er als Fachlehrer an der Polizeischule Hannoversch Münden. Von 1987 bis 1990 war er als Oberkommissar Sachbearbeiter im Stab, danach folgte die Aufstiegsausbildung Höherer Dienst mit einem Studium an der Polizeiführungsakademie Münster. 1992 wurde Uwe Ippensen Polizeirat. In dieser Funktion war er fünf Jahre lang Personalchef der Polizeidirektion Hannover. 1997 übernahm er die Leitung des 2. Polizeikommissariates Göttingen. Im Jahr 2000 war er im Zuge der Expo Leiter Einsatz in der Polizeiinspektion Hannover Mitte und anschließend Leiter Einsatz in Göttingen. In dieser Zeit stieg er zum Polizeidirektor auf. Anfang 2006 wurde Uwe Ippensen im Landespolizeipräsidium mit der Vorbereitung und Durchführung der polizeilichen Maßnahmen für die Fußballweltmeisterschaft betraut, und seit dem 1.7.2006 ist er Leiter der Polizeiinspektion Hildesheim.
Wolfgang Jüttner
- Geboren am 21. März 1948 in Lüdersfeld, Kreis Schaumburg
- 1967 Abitur
- Hochzeit mit Marion Hötker im März 1972
- Geburt von Janneke im Juni 1977
- Mitgliedschaften: AWO, IG Metall, BUND, Nabu - Naturschutzbund Deutschland, Bürgerinitiative Umweltschutz; außerdem Mitglied bei der Feuerwehr in Ricklingen und Linden.
- Seit Dezember 2003: Vorsitzender der Heimvolkshochschule Springe
vollständige Vita
Eckard von Klaeden
Mitglied des Bundestages seit 1994. Außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion.
Geboren am 18. November 1965 in Hannover, verheiratet, eine Tochter. Studium der Rechtswissenschaften in Würzburg und Göttingen,
(Mehr Infos auf den Seiten des Bundestages)
Axel Kressmann
leitet gemeinsam mit seinem Bruder Carl Kressmann das Familienunternehmen Modehaus Kressmann.
Peter Krug
Peter Krug wurde 1943 in Dresden geboren. Nach dem Krieg kam er ins Rheinland und besuchte in Düsseldorf und in Neukirchen-Vluyn die Schule. Als Jugendlicher war er in der CVJM-Jugendarbeit aktiv.
In Marburg, Tübingen und Bonn studierte er evangelische Theologie und wurde 1969 Vikar und später Hilfsprediger in Hüffelsheim und Sobernheim.
1972 wurde Peter Krug Pfarrer in Duisburg-Wanheimerort. Er war zugleich Synodalbeauftragter für Kinder- und Jugendarbeit seines Kirchenkreises. 1977 ging er nach Saarbrücken, wo er als Gemeindepfarrer, Synodalbeauftragter für Konfirmandenarbeit und nebenamtlicher Religionslehrer arbeitete.
Seit 1980 war er Superintendent des Kirchenkreises Saarbrücken. Er nahm für den Kirchenkreis zahlreiche Ämter in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, der Diakonie, der Evangelischen Kirche der Union und in der rheinischen Kirchenleitung wahr.
1995 entsandte ihn die rheinische, westfälische und lippische evangelische Kirche als ihren Beauftragten bei Landtag und Landesregierung von Nordrhein-Westfalen nach Düsseldorf.
1998 wählte ihn die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg zum Bischof. Am 23. September 2003 wurde er als Evangelischer Militärbischof für die deutsche Bundeswehr eingeführt.
Peter Krug ist seit 1968 verheiratet und hat drei Kinder.
Dr. Katja Lembke
Dr. Katja Lembke, geboren 1965, verheiratet, drei Kinder. 1984 - 1992: Studium der Klassischen Archäologie, Ägyptologie und Latein in Tübingen, München, Rom und Heidelberg
1992: Promotion in Heidelberg mit der Arbeit "Das Iseum Campense in Rom"
1992 - 1993: Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts
1994 - 1996: Museumsassistenz am Ägyptischen Museum Berlin
1998 - 2000: Leitung des Projekts zur Dokumentation des Grabes des Siamun in der Oase Siwa/Ägypten
2000 - 2003: Leitung des Forschungsprojekts "Die Skulpturen aus dem Quellheiligtum von Amrit/Westsyrien"
2002 - 2004: Koordination der "Restaurierung und Baufreimachung Pergamonmuseum", Teilprojekt Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
seit 1.6.2005: Leitende Direktorin und Geschäftsführerin der Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim GmbH
(mehr Infos auf den Seiten der Universität Hildesheim)
Kurt Machens
Kurt Machens wurde am 18. September 1954 in Hildesheim geboren und war in seinem Hauptberuf vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister Facharzt für Chirurgie.Nach dem Abitur am Bischöflichen Gymnasium Josephinum in Hildesheim studierte Machens zunächst Medizin in Essen und Göttingen und arbeitete anschließend als Unfallchirurg. Während seiner Amtszeit als ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Hildesheim absolvierte er außerdem einen Zusatzstudiengang für Total Quality Management an der Universität Kaiserslautern, woraufhin er am Hildesheimer St. Bernward Krankenhaus als Qualitätsmanagement-Beauftragter eingesetzt wurde.
Kurt Machens ist verheiratet und hat drei Kinder. Er ist Mitglied und alter Herr (aha) der Katholischen Studentenverbindung AV Palatia zu Göttingen und Oberfeldarzt der Reserve der Bundeswehr.
Er trat bereits als Jugendlicher der CDU bei und engagierte sich zunächst in der Schülerunion und der Jungen Union. 1986 zog er erstmals in den Rat der Stadt Hildesheim ein. 1991 wurde er zum ehrenamtlichen Oberbürgermeister der Stadt Hildesheim gewählt. Dieses Amt übte er bis zum 4. November 2002 aus, als er im Zusammenhang mit der sogenannten „Pecunia non olet“-Affäre auf Antrag seiner Fraktion durch den Rat der Stadt abberufen wurde. Neuer Oberbürgermeister wurde damals Dr. Ulrich Kumme.
Zu den ersten Direktwahlen zum Amt des hauptamtlichen Oberbürgermeisters der Stadt Hildesheim trat Machens als Kandidat des neugegründeten Bündnisses für Hildesheim an. Am 2. Oktober 2005 konnte er die Stichwahl gegen Ulrich Kumme mit 54,9 % der abgegebenen Stimmen für sich entscheiden. Die Amtsgeschäfte übernahm er am 1. Februar 2006.
Klaus-Michael Machens
Klaus-Michael Machens wurde 1946 in Hildesheim geboren. Er ist verheiratet und hat drei
Kinder. Nach der Schule begann er sein Studium an der Universität Göttingen, zunächst in
Betriebswirtschaft, dann in Jurisprudenz. 1978 absolvierte er sein 1., 1981 sein 2. juristisches
Staatsexamen. Von 1981 bis 1982 arbeitete er als Rechtsanwalt in Hildesheim, von 1983 bis
1985 war er Referent beim Verwaltungsdirektor des NDR in Hamburg. Von 1985 bis 1995
arbeitete er als Dezernent, später als stellvertretender Verbandsdirektor des Kommunalverbandes
Großraum Hannover. Von Dezember 1994 bis August 1995 war er als nebenamtlicher
Geschäftsführer der Zoo Hannover GmbH tätig, seit dem 1. August 1995 übt er diese Tätigkeit
hauptamtlich aus.
Klaus-Michael Machens war von 1978 bis 1982 Mitglied des Niedersächsischen Landtags
und von 1981 bis 1983 Ratsherr der Stadt Hildesheim. Er engagierte sich für den Wiederaufbau
des historischen Marktplatzes in Hildesheim und hatte die Leitung der Rekonstruktion des
Knochenhaueramtshauses und Bäckeramtshauses inne.
Von der Kirche möchte Klaus-Michael das, was gesagt wird, in Worten hören, die ihn berühren.
Er wünscht sich eine lebendige Kirche, in der Hoffnung und Freude vermittelt und in der
gelacht wird. Prof. i.R. Dr. phil. habil. Manfred Overesch
Manfred Overesch, Jahrgang 1939, Promotion zum Dr. phil. 1973 in Tübingen, Habilitation 1979 in Münster, ordentlicher Professor für Geschichte und Didaktik der Geschichte an der Universität Hildesheim seit 1981, Gastprofessuren an der Pariser Sorbonne, der Breslauer Leopoldina und der Magdeburger Universität. (mehr Infos auf den Seiten der Universität Hildesheim)
Brigitte Pothmer
Geboren am 10. Februar 1955 in Prisser, Landkreis Lüchow-Dannenberg.
Fachhochschulreife in Hamburg. Studium der Sozialpädagogik und der Sozialarbeit an der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden. Während des Studiums Mitglied im ASTA und in der akademischen Selbstverwaltung. Anschließend 8 Jahre in der Jugend- und Erwachsenenbildung und der Gesundheitserziehung tätig. Von 1990 bis 1994 Frauenreferentin der Niedersächsischen Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Parallel dazu Studium der Sozialpsychologie an der Universität Hannover. Seit vielen Jahren aktiv in der Frauenbewegung. Mitbegründerin der Freien Frauenliste in Hildesheim, Mitglied der Gewerkschaft ver.di.
Von 1994 bis 2003 Mitglied des Niedersächsischen Landtages, zuletzt als stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin.
Vom Mai 2003 bis zum November 2005 Vorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Niedersachsen. Seit 2003 Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung "Leben und Umwelt" Niedersachsen.
Seit dem 19.09.2005 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Neugierig auf Politik wurde ich Anfang der 80er Jahre durch die Frauenbewegung und den Kampf gegen die Atommülllagerung in meiner Heimat bei Gorleben. In Hildesheim gehörte ich zu den Mitbegründerinnen der Freien Frauenliste, einem Bündnis, das Mitte der achtziger Jahre ein Ratsmandat errang. Über dieses politische Engagement entstand auch der Kontakt zu den Grünen.
Als unsere besondere Stärke empfinde ich die große Leidenschaft, mit der unsere Partei für den ökologischen Umbau, die Menschenrechte, das Recht auf Selbstbestimmung und soziale Teilhabe kämpft. In Koalitionen, in der Opposition aber auch außerhalb der Parlamente.
Prof. Ragna Schirmer
wurde 1972 in Hildesheim geboren. Ab 1991 studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Hannover in der Klasse von Prof. Karl-Heinz Kämmerling sowie seit 1993 bei Prof. Bernard Ringeissen in Paris. 1995 erhielt sie ihr Diplom mit der Bestnote, 1999 schloß sie ihre Solistenausbildung mit dem Konzertexamen ab. Sie nahm an zahlreichen Meisterkursen teil, unter anderem arbeitete sie mit Prof. Tatjana Nikolajeva und Prof. Andrej Jasinski.Ragna Schirmer erspielte sich schon in jungen Jahren die Aufmerksamkeit von Publikum und Fachpresse. 15 erste Preise holte sie bei nationalen und internationalen Klavierwettbewerben, darunter so bedeutende wie Senigallia/Italien, Usti nad LAbem, Steinway Hamburg oder den 1. Preis der Konzertgesellschaft München. Sie war mit fünfzehn die jüngste Finalistin in der Geschichte des Busoni-Wettbewerbes, mit siebzehn gewann sie den Sonderpreis beim Wettbewerb des Deutschen Musikrates. Besondere Aufmerksamkeit erregte Ragna Schirmer beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig, den sie sowohl 1992 als auch 1998 für sich entscheiden konnte. Sie erhielt damit zweimal den Titel „Bachpreisträgerin", was bisher noch keinem Pianisten gelungen ist. Für höchste Anerkennung sorgten auch ihre Preise im Januar 2000 beim UNISA-Wettbewerb in Pretoria/Südafrika. (vollständige Vita auf ragnaschirmer.de)
Jörg Schönbohm
Minister Jörg Schönbohm, evangelisch, wurde am 2. September 1937 in Neu-Golm (Mark Brandenburg) geboren. Nach dem Krieg wuchs er in der späteren Bundesrepublik auf.
Schönbohm wollte eigentlich Lehrer für Geschichte und Philosophie werden, wählte dann aber die militärische Laufbahn.
Am 1. April 1957, nach dem Abitur in Kassel, trat er zur Offizierausbildung in der Artillerietruppe in Niederlahnstein in die Bundeswehr ein. Er wurde später Batteriechef und durchlief nach einer Stabsverwendung die Generalstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr.
Seine Bundeswehrkarriere setzte sich nach seiner Verwendung als Bataillonskommandeur in Lüneburg 1978 mit seiner Berufung zum Referenten in der Personalabteilung im von Hans Apel (SPD) geführten Bundesministerium für Verteidigung fort. 1979 schon rückte er dort zum Referatsleiter im Führungsstab der Streitkräfte auf. Als nach dem Bonner Wechsel im Oktober 1982 Manfred Wörner (CDU) das Verteidigungsressort übernommen hatte, avancierte Schönbohm zum Adjutanten des Ministers. Im September 1983 verließ er das Ministerium, um das Kommando der Panzerbrigade 21 in Augustdorf/Senne zu übernehmen.
Nach den Stationen Brigadekommandeur und Divisionskommandeur wurde Schönbohm 1988 Leiter des Planungsstabes im Bundesverteidigungsministerium.
Zwei Jahre später, mit der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990, stellte sich für den mittlerweile zum Generalleutnant avancierten Schönbohm die bis dahin schwierigste Aufgabe:
Zum Befehlshaber des Bundeswehrkommandos Ost in Strausberg ernannt, wurde er mit der Auflösung der 90.000 Mann starken Nationalen Volksarmee (NVA) der früheren DDR, der Eingliederung von rund 7.500 ehemaligen NVA-Offizieren in die Bundeswehr sowie der (teilweisen) Verschrottung des NVA-Kriegsgeräts betraut. Diese von ihm als bis dahin größte Herausforderung empfundene Aufgabe ging als Folge des "2+4-Vertrages" zwischen beiden deutschen Regierungen, den Westalliierten und der Sowjetunion mit der Reduzierung der Bundeswehr auf eine Gesamtstärke von 370.000 Soldaten einher und war auch mit der Zuständigkeit für den Abzug der 340.000 Sowjetsoldaten aus dem Gebiet der ehemaligen DDR verbunden.
Seine Erfahrungen schrieb er in dem Buch "Zwei Armeen und ein Vaterland. Das Ende der Nationalen Volksarmee" nieder.
(vollständige Vita) Hartmut Schulz
Schulleiter des Andreanum in Hildesheim
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