Bugenhagenbrunnen
Erst 25 Jahre nach dem Thesenanschlag Martin Luthers wurde in Hildesheim die Reformation eingeführt. Am 1. September 1542 hielt Dr. Johannes Bugenhagen, ein Weggefährte und Berater Martin Luthers, in der Bürgerkirche St. Andreas die erste evangelische Predigt über Mark. 1,15 "Tut Buße und glaubt an das Evangelium". Er ist der Verfasser der ersten Kirchenordnung Hildesheims. Ihm zum Gedenken wurde 1995 der Bugenhagen-Brunnen von Ulrich Henn auf dem Andreasplatz errichtet.
Bilder und Botschaft
Das Denkmal hat die Gestalt eines Leuchters. Dessen Lichtträger hat die Form einer Säule. Der Betrachter hat eine durchbrochene, filigranartige Arbeit vor sich. Dabei erkennt er als Grundstruktur der Säule Ähren, Trauben und Weinlaub und als Grundstruktur des Fußes Buchenlaub. An Stelle einer Flamme trägt der Bugenhagen-Leuchter Ulrich Henns ein Kruzifix.
Im Inneren der Säule, durch ovale Öffnungen
in dem Ähren/Trauben/Weinlaub-Mantel sichtbar, sind drei Plastiken bibilischer Szenen montiert.
Dabei handelt es sich von oben nach unten gesehen, um Zachäus, der auf Geheiß Jesu vom Baum herabsteigt (Luk. 19,5), um die Fußwaschung (Joh. 13,1-11) und um die Heimkehr des verlorenen Sohnes (Luk. 15.20).
Auf den drei Medaillons des Leuchterfußes ist in Hochreliefs der Dienst der Kirche bzw. der christlichen Gemeinde abgebildet: Predigt, Taufe und Abendmahl, Diakonie. Schließlich strömt unter dem Leuchterfuß Wasser als Sinnbild des Lebens hervor.