Das Neue Forum unterwegs: Freizeit zum Thema "Leben zwischen Glaube und Zweifel.
Mit diesem Thema hat sich das Neue Forum während einer gemeinsamen Wochenend-Freizeit vom 28.- 30.03. in Hambühren-Oldau beschäftigt. Erste Zweifel, ob alle Teilnehmer denn ihr Ziel erreichen würden, kamen bereits während der Anreise auf, da Handykommunikation und Busfahrpläne eine unvorgesehene Hürde darstellten. Trotzdem trafen alle Teilnehmer rechtzeitig mit der letzten Abendsonne zum gemeinsamen Abendessen im Anne-Frank Haus ein. Die Anlage und insbesondere unser Seminarhaus, welches wir alleine bewohnten, bestachen sogleich: frisch renovierte helle Räume, angenehme Farben, hilfsbereite Mitarbeiter, mehrere Gruppenräume, ansprechende Ikeadekorationen, alles umgeben von schöner Grünanlage mit altem Baumbestand. Nach dem Bezug der Zimmer starteten wir gleich in die erste Einheit, welche, wie alle weiteren Beiträge auch, von den Teilnehmern zuvor vorbereitet worden war. Hierin wurden Passagen aus der Bibel zu Glauben und Zweifel betrachtet und diskutiert. Den Tagesabschluss bildete eine Meditationsandacht zum Thema Schöpfung.
Von Mutter Theresa zum eigenen Lebensweg
Nach einem reichhaltigen Frühstück am Samstagmorgen widmeten wir uns dem Leben Mutter Theresas, welches vor allem durch starken Glauben aber auch von Zweifeln geprägt war. Danach gingen wir während einer Meditation unseren bisherigen Lebensweg ab und betrachten hierbei insbesondere Phasen des Glaubens und Zweifelns.
Textarbeit, Elfchen und Meditation
In der darauf folgenden Einheit befassten wir uns mit der Frage, ob es einen Unterschied zwischen werktäglichem Glaube und dem am Sonntag gibt. Auf einen impulsgebenden Text folgte eine kontroverse Diskussion, in der die Frage "Wie ist der Glaube im Beruf spürbar und anwendbar?" erörtert wurde. Dem Abendbrot schloss sich eine Einheit zum ersten Abendmahl, dem Passahmahl der Israeliten vor dem Auszug aus Ägypten, an. Trotz fortgeschrittener Stunde war Kreativität gefordert. Es galt in zwei Gruppen eine Bibelstelle zum Auszug in Ägypten in 11 Worten -einem so genannten Elfchen - wiederzugeben.
Die lyrischen Ergüsse, konnten sich sehen lassen und halfen zudem beim weiteren Textverständnis. Nach einem kurzen Aktivierungsspiel auf Eisschollen auf der Flucht vor Haien erhielten wir die nötige Bettschwere bei einer stimmungsvollen Andacht im Kerzenschein zum Thema Erinnerungen. Während sich einige Teilnehmer darauf besannen, dass sie unbedingt ins Bett mussten, saß der Rest noch gesellig beisammen.
Gemeinsamer Gottesdienst zum Abschluss
Dem Frühstück am Sonntag folgte ein gemeinsamer Gottesdienst, der sich vom Predigttext ausgehend passender weise dem zweifelnden Thomas widmete. Nach dem Kofferpacken blieb noch ein wenig Zeit für einen Spaziergang bei herrlichem Frühlingswetter und eine abschließenden Feedbackrunde.
Alle Teilnehmer waren mit diesem Wochenende mehr als zufrieden und wünschten sich, ohne lang nachdenken zu müssen, eine baldige Fortsetzung. Eine Teilnehmerin resümierte: "Es kommt mir so vor, als wäre ich als Zweiflerin in dieses Wochenende gekommen und fahre heute gestärkt im Glauben zurück."


