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St Andreas liest: Lesefreunde treffen sich

Unter dem Motto "St Andreas liest" treffen sich Bücherinteressierte jeweils am letzten Montag im Monat, um 20.00 Uhr im Turmraum der St. Andreaskirche (Eingang an der Nordwestecke der Kirche).

Die Idee:

Wer gerne liest, weiß, wie anregend es sein kann, mit anderen über das Gelesene ins Gespräch zu kommen. Viele interessante Bücher fordern es geradezu heraus, sich intensiver mit ihnen auseinanderzusetzen. Verschiedene Interessierte haben daher – auch als erstes konkretes Ergebnis unserer Gemeindebefragung – die Gründung eines Lesekreises in unserer Gemeinde ins Auge gefasst.

Die Grundidee ist so simpel wie gut: Die Teilnehmer des Lesezirkels legen gemeinsam ein Buch fest, welches bis zum nächsten Treffen (möglichst) von allen gelesen wird, um sich dann über dieses Buch auszutauschen. Die Art der Literatur kann dabei je nach Absprache das gesamte Spektrum von Neuerscheinungen bis hin zu Klassikern abdecken. Angedacht sind derzeit monatliche Treffen, wobei wir als wiederkehrenden Termin vorerst den letzten Montag im Monat vorgesehen haben. Eine regelmäßige Teilnahme ist aber nicht zwingend erforderlich. Willkommen sind auch diejenigen, die nur sporadisch oder wegen eines bestimmten zu besprechenden Buches teilnehmen möchten.

 

Buchbesprechung am 30.8.2010: Amos Oz: Eine Geschichte von Liebe und Finsternis und/oder Sara Nusseibeh: Es war einmal ein Land - Ein Leben in Palästina

Amos Oz: Im letzten Kapitel seines monumentalen Romans berichtet Amos Oz vom Selbstmord von Fania Klausner, seiner Mutter, im Januar des Jahres 1952. Er ist zu diesem Zeitpunkt zwölf Jahre alt. Die möglichen Gründe für diesen Akt der Verzweiflung sucht Amos Oz, der Erzähler, aufzuhellen durch eine Vergegenwärtigung der Geschichte seiner Familie, die sich zu einem Panorama des Lebens osteuropäischer Juden, der Situation der Einwanderer in Palästina und in einem immer gefährdeten Staat ausweitet. Der Roman setzt ein im Jerusalem der vierziger Jahre, dem Fluchtpunkt all jener, denen es gelungen ist, den Pogromen und den Nationalsozialisten zu entkommen, und die entschlossen sind, sich nie wieder demütigen zu lassen. Ihre Geschichte, die alle menschlichen und politischen Triebkräfte zwischen Liebe und Finsternis geprägt haben, stellt Amos Oz mal traurig, mal ironisch, mal heiter, mal bitter vor Augen.
„Dass die Araber in den Kindheitserfahrungen von Amos Oz praktisch nicht vorkamen, veranlasste mich, darüber nachzudenken, wie ich selbst groß geworden war“ (Sara Nusseibeh)


Sara Nusseibeh: Der palästinensische Hochschullehrer und PLO-Diplomat Sari Nusseibeh, der im arabischen Teil Jerusalems aufwuchs, keine fünfzig Meter entfernt von dem Schriftsteller Amos Oz, in England studierte und nach dem Sechs-Tage-Krieg nach Hause zurückkehrte, ist ein Pendler zwischen den verfeindeten Seiten. In seiner Autobiographie erzählt er seine eigene Geschichte und die seines Volkes - und entwirft die Vision eines Landes, in dem Muslime, Juden und Christen harmonisch zusammenleben.
"Ein feinsinniges, trauriges und humorvolles Erinnerungsbuch, das neues Licht auf die Tragödie des Israel-Palästina-Konflikts wirft, zugleich ein lebendiges Bild der palästinensischen Gesellschaft." (Amos Oz)

Nächste Termine

  • Mo, 30.8. 2010

 

Kontakt zum Lesekreis

Wer an weiteren Informationen interessiert ist, kann sich gerne an
Rainer Kunze (Tel. 3 84 75) wenden.

 

Buchbesprechung 30.8.2010: Amos Oz: Eine Geschichte von Liebe und Finsternis und/oder: Sara Nusseibeh: Es war einmal ein Land. Ein Leben in Palästina