Beckerath Orgel und Kirchenmusik
Die Beckerath-Orgel der Andreaskirche gehört zu den größten
Instrumenten Norddeutschlands und zu den wenigen Orgeln mit einem offenen Prinzipal 32'. Ihr Ruf geht weit über die Stadtgrenzen Hildesheim hinaus. Sie war und ist gesuchtes Ziel namhafter Organisten.
Bereits im ersten Jahr nach der Fertigstellung begann mit Reinhold Brunnert eine Konzerttradition, die bis heute nicht abgerissen ist. Zahlreiche in- und ausländische Organisten machten hier Rundfunk- und Schallplatteneinspielungen.
Die 600jährige Orgelgeschichte von St. Andreas ist mit der neuen Orgel unzweifelhaft zu einem Höhepunkt gelangt.
Reinhold Brunnert, Kantor und Organist von 1955 - 1989, beschreibt die Überlegungen für eine neue Orgel: "Dem Bau der neuen Beckerath-Orgel gingen fünf Jahre intensiver Besprechungen und Beratungen voraus. Angesichts der Größe sprach sich der damalige OLKR Untermöhlen für die Idee aus, einen klassischen Orgelaufbau nach barockem Prinzip zu planen.
Im Frühjahr 1964 wurde in Hamburg mit der Anfertigung einzelner Teile begonnen, nachdem bereits im Sommer 1962 das gesamte Material angekauft worden war.
Mit der Lieferung des Gehäuses 1965 (es hat nicht weniger als fünf Etagen) war der Termin zur Montage bekommen. Knapp vier Wochen später begann der Einbau der anderen Orgelteile. Ein Ereignis besonderer Art war sowohl die Ankunft der großen Prinzipal-32'-Pfeifen unter Polizeischutz am frühen Morgen des 27. Juli, als auch das Entladen dieser Riesen." Mitte Januar 1966 konnte das Instrument vollendet werden.
Die Disposition der Beckerath-Orgel sowie umgfangreiche Informationen über die Kirchenmusik an St. Andreas finden Sie unter www.andreaskantorei.de 