Die genaue Herkunft der steinernen, gotischen Skulpturengruppe des gekreuzigten Christus mit Maria und Johannes (heute an der Nordwand des romanischen Westbaus) ist ungeklärt. Sie scheint aber aus dem Umfeld der Andreaskirche zu stammen. In Hector Wilhelm Heinrich Mithoffs Inventarband der „Kunstdenkmale und Altertümer im Hannoverschen“ von 1875 wird ihr Anbringungsort im damals unbedachten Bereich zwischen romanischem Westbau und gotischem Turmstumpf angegeben. Schon zu dieser Zeit war die Gruppe „vielfach beschädigt“ (Mithoff 1875, S. 152). Adolf Zeller listet sie als Teil des Andreas-Museums auf (Zeller 1911, S. 177). Denkbar ist, dass die Kreuzigungsgruppe im Außenbereich von St. Andreas stand, der als Friedhof genutzt wurde.
Christian Scholl