Das theologische Konzept: Schöpfung – Offenbarung – Sendung. Ein Fensterzyklus zur Taufe

Die drei zusammenhängend konzipierten Fenster schlagen einen großen heilsgeschichtlichen Bogen. Von der Schöpfung am Anfang der Welt (Südwestfenster) über den Auftritt Christi (Altarfenster), bis zur Weitergabe des Glaubens in der Apostelgeschichte (Portalfenster) folgt das Bildprogramm der großen Linie von Verheißung, Erfüllung und Sendung. Dabei bestimmt der Ort der Taufkapelle die Auswahl und Ordnung der Darstellungen. Taufe wird hier nicht isoliert verstanden, sondern als Teil eines göttlichen Handlungsbogens. Die Fenster von Kurt Sohns vermitteln somit eine visuelle Theologie der Taufe. Sie fungieren wie ein heilsgeschichtliches Lichtband, durch das die Getauften im Moment des Sakraments hindurchschreiten. 

Mit dem abstrakt gehaltenen Motiv des Regenbogens im oberen Bereich des Altarfensters behandelt Sohns zudem ein Leitmotiv des Wiederaufbaus von St. Andreas nach dem 2. Weltkrieg: die Versöhnung Gottes mit den Menschen. 

Wiederkehrende Bildmotive sind:

  • Regenbögen als Zeichen des Alten Bundes (Gen 9,13)
  • Tauben als Symbol des Heiligen Geistes
  • Engel mit Nimbus als Boten göttlicher Offenbarung
  • Lichtstrahlen als Sichtbarmachung des Göttlichen
  • Farbsymbolik: Blau für Erkenntnis und Geist, Rot für Liebe und Opfer, Gelb für Licht und Erleuchtung

Annika Storm

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