Objektgeschichte

Das Familiengrab der Arneken lag im Mittelschiff nahe bei der Kanzel. Das Epitaph hing vermutlich zunächst am selben Pfeiler, an dem auch die Kanzel angebracht war (Südarkaden, 4. Pfeiler von Westen) und wäre dann zum südlichen Seitenschiff hin ausgerichtet gewesen. Als 1642 eine neue Kanzel gestiftet wurde, scheint man es in die südliche Chorkranzkapelle verlegt zu haben. Bei der Restaurierung von 1825 wurde ein Großteil der frühneuzeitlichen Ausstattung entfernt. Auch das Epitaph wurde abgenommen, zerlegt und dem Arnekenhospital geschenkt. Dort wurde der Rahmen als Türrahmen verwendet, während die Gemälde und der Oberteil des Epitaphs im Betsaal hingen. 1896/97 erfolgte eine Restaurierung und die Rückführung in die Andreaskirche, wo es (erneut) in die südliche Chorkranzkapelle gelangte. Während die beiden Gemälde gerettet wurden, ist der aufwändige hölzerne Rahmen beim Bombenangriff am 22. März 1945 vernichtet worden.

Christian Scholl

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