Grabplatte für Offenia, Mutter von Bruno Insanus

Die hochrechteckige, beschädigte Sandsteinplatte zeigt im Hauptfeld das Couronnement eines Maßwerkfensters mit einem steilen Wimperg und einem bekrönenden Kreuz mit Lilienenden. Am Rand der Platte läuft eine lateinische Inschrift entlang, die Auskunft über die Verstorbene gibt:

„+ [ANN]O / D(OMI)NI · M · CCCI · [IN] · [D]IE · REM[IGII · OBIIT / OFFENIA · / M]ATER · BRVNONIS JN·SANI · REQ(VIESCAT) I(N) / PA(CE)“

In der Übersetzung von Christine Wulf:

„Im Jahr des Herrn 1301 am Tag des Remigius starb Offenia, die Mutter des Bruno Insanus. Sie ruhe in Frieden.“

Die Grabplatte ist das älteste in Hildesheim erhaltene Grabdenkmal, das für eine bürgerliche Familie geschaffen wurde. Der Name Insanus ist vermutlich die latinisierte Form von „Dolle“. Von dieser Familie sind weitere Mitglieder in historischen Urkunden greifbar.

Anushee Kurhe und Christian Scholl

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