Weitere Baugeschichte

Der 1389 begonnene gotische Neubau reichte zunächst nur bis zum romanischen Westbau, der somit stehenblieb. 1503 wurde westlich vor dem romanischen Westbau  ein neuer, gotischer Turm begonnen. So entstand der Zwischenraum, indem Sie sich gerade befinden. Der Fußboden liegt hier tiefer, da für den gotischen Neubau des Langhauses von St. Andreas ab 1389 das Niveau angehoben wurde.

Die Arbeiten am gotischen Turm wurden in den 1540er Jahren eingestellt – der Bau blieb vorerst Fragment. Erst 1883-86 kam es zu seiner Fertigstellung im Geist und Stil des Historismus. Danach entbrannte eine intensive Diskussion, ob man den romanischen Westbau, um das Kirchenschiff komplett zu öffnen, abbrechen oder aber bewahren solle. Mit denkmalpflegerischen Argumenten, die vor allem von dem prominenten Architekten, Denkmalpfleger, Lehrer und Konsistorialbaumeister Conrad Wilhelm Hase (1818-1902) durchgesetzt wurden, blieb der romanische Westbau erhalten. Nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg wurde der Bau in seiner Substanz weitgehend neu errichtet.

Anna Lena Heitefuß und Christian Scholl

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