Um zu entscheiden, wie die Turmobergeschosse schlussendlich gestaltet werden sollten, schrieb der Thurmbau-Verein am 21. Juli 1882 einen Wettbewerb aus. Verlangt wurden von den Teilnehmern eine Zeichnung der Turmfront, eine südliche Längsansicht der Kirche, Schnitte und Grundrisse des Turmes sowie ein Kostenvoranschlag, der zeigte, dass die Ausgaben nicht mehr als 145.000 Mark betragen würden.
Alle Teilnehmer mussten für ihre Entwürfe bestimmte Vorgaben berücksichtigen: u.a. eine Turmhöhe zwischen 108 und 112 Meter sowie bestimmte Baumaterialien wie zum Beispiel Schiefer als Deckmaterial für das Dach. Die größte Herausforderung bestand in der Gestaltung des Glockengeschosses und der Turmhaube(n).
Aus über 50 Entwürfen legten die fünf Preisrichter schließlich fünf Erstplatzierte fest: Otto Knoch, Karl Börgemann, Rudolf Hillebrand auf dem dritten Platz, M. Merkel auf dem zweiten und Max Kolde auf dem ersten. Bis auf Merkel handelt es sich bei allen um Schüler des einflussreichen Architekten und Lehrers Conrad Wilhelm Hase, der auch in der Jury saß. Die Entwürfe sind leider nicht erhalten geblieben.
Laura Reich
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