Fast genauso wichtig wie die Findung eines guten Bauplanes war die Finanzierung von 145.000 Mark, zumal mit späteren Erhöhungen des Betrags gerechnet werden musste. Da die Kirchenkasse den Betrag alleine nicht decken konnte, wurde seit 1872 Geld in einem Turmbaufond gesammelt. Diese Sammlungen schlossen Spendeneinnahmen in der Kirche und Einnahmen auf Veranstaltungen wie Basaren ein. Außerdem wurden Institutionen, wie zum Beispiel das „Ministerium der geistlichen Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten“ um Hilfe gebeten.
Insgesamt setzte sich die Finanzierung aus folgenden Teilen zusammen: 45.000 Mark aus dem Turmbaufond, 6.700 Mark aus der Kasse des Thurmbau-Vereins, 15.000 Mark aus einer Beihilfe des Ministeriums, 27.000 in Form von Zuschüssen aus Fonds von vier aufgehobenen Kirchen, 5.600 Mark von den Mitgliederbeiträgen des Thurmbau-Vereins und 3.000 Mark aus den zu erwartenden Beiträgen der folgenden neun Jahre. Der noch fehlende Betrag sollte durch Spenden und Anleihe zusammengetragen werden.
Letztendlich kostete der Turmbau 159.204,11 Mark.
Laura Reich
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