Der Chorraum ist der wichtigste Bereich einer Kirche. Hier steht der (Hoch-)Altar und hier werden bedeutungsvolle gottesdienstliche Handlungen (Gebete, Segen) vollzogen. Vor dem Altar versammelt sich die Gemeinde zum Abendmahl. Vom Chorraum aus finden in St. Andreas auch die Predigt sowie Lesungen statt, die sich an die Gemeinde im Kirchenschiff richten.
Beim Wiederaufbau 1965 wurde der Chorraum nach einem einheitlichen künstlerischen Konzept ausgestaltet. Die wichtigsten Werke stammen von Ulrich Henn, der die Abendmahlsgruppe über dem Altar, das Altarkreuz sowie das Lesepult entwarf.
Bis zur Zerstörung am 22. März 1945 stand im Chor ein monumentaler Barockaltar des bedeutenden Bildschnitzers Daniel Bartels. Ein kürzliche aufgefundenes Gemälde könnte zu diesem Altar gehören.
Im Mittelalter war der Chorraum ein exklusiver Aktionsraum der Geistlichkeit, der insbesondere von den Kanonikern des Andreasstifts genutzt wurde.